Mongolei - In der Weite liegt die Kraft

18 Tage Erlebnis-Rundreise mit Wandern

Wer jemals davon geträumt hat, den Himmel zu berühren, der muss einmal im Leben in die Mongolei reisen. Fernab von Stress, Lärm und Hektik reisen wir durch geschwungene Landschaften, berauschen uns an den Farben der Natur lernen faszinierende Menschen kennen. Wir bereisen die innere Mogolei von der Hauptstadt Ulanbator aus nach Westen ins Karakorum, weiter nach Süden bis in die Wüste Gobi und das Altai Gebirge. Wir unternehmen auf unserer Mongolei Rundreise Wanderungen, begegnen den Nomaden und übernachten in Jurten. Weit weg von aller Zivilisation schlagen wir auch mal Zelte auf und genießen die Weite und die Einsamkeit.

Höhepunkte

Inhalte

  • Beeindruckende Begegnungen mit Nomaden
  • Übernachtung in Jurten mit traditioneller Küche
  • Saurierfriedhof bei Bayan Zhag
  • Dünenmeere von Khongoriin Els
  • Wüste Gobi und Altai
  • 2 Zeltübernachtungen in den kaum bereisten Baga Gazarinn Chuluu-Bergen
  • Wandern, Reiten, Stille genießen

Merkmale

  • Wanderungen bis 6 Std. Gehzeit / 800 Höhenmeter
  • Schöne Fotomotive
  • Schwerpunkt Natur
  • Begegnungsreise
  • Inklusive internationalem Flug
  • Überfahrten im Geländefahrzeug
  • Übernachtung in Hotels, landestypische Mittelklasse
  • Übernachtungen im Zelt
  • Übernachtungen in Hütten oder Jurten
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Einsame Weiten Einsame Weiten

Mongolei Rundreise mit magischen Momenten

Auf unserer Rundreise in die Mongolei spüren wir die Weite wie nirgendwo sonst, und der Blick reicht bis ins Unendliche. Eine Rundreise mit Jurten- und Zeltübernachtungen, auf der wir die mythische Schönheit der Mongolei mit ihrer überwältigenden Natur kennenlernen. Im Land der Nachfahren des großen Khans begeben wir uns auf abenteuerliche Pirsch durch Steppe und Wüste. Immer auf der Suche nach den magischen Momenten, die uns das Leben in seiner faszinierenden Einfachheit vor Augen halten.

Die Mongolei ist von mythischer Schönheit mit einer überwältigenden Natur. Bei den Sanddünen von Khongoriin Els erschließt sich die Unendlichkeit der Wüste Gobi. Eine Dünenwanderung führt uns hinein in diese einzigartige Landschaft. Heute wie damals sind die Kamelkarawanen noch mit Seide, Seife und Lederwaren auf den ehemaligen Handelsrouten unterwegs. Wir begeben uns im Bayan Zhag auf die Suche nach Knochenresten und Versteinerungen. Jahr für Jahr gibt der Sand neue aufregende Funde frei. Wir übernachten auf unserer Mongolei Rundreise in freier Natur und lernen dabei auch den wegen seiner besonderen Vegetationsform berühmten Saxalwald kennen.

Auf unserer Rundreise durch die Mongilei reisen wir mit geländegängigen Minibussen, schlafen in Jurten (traditionelle mongolische Behausungen), in Zelten und im Hotel. Dabei werden wir einfach aber sehr schmackhaft verpflegt. Wandernd erkunden wir die Gegend, wann immer sich die Möglichkeit bietet (jeweils zwischen 2 und 5 Std., einfach bis mittel).

Bei Treffen mit Nomaden probieren wir gegorene Stutenmilch, hören traditionelle Musik, oft die unglaublichen Klänge der Kopfstimmen. Wer möchte, kann einmal „filmreif“ auf einem der berühmten mongolischen Pferde durch die Weite reiten. Daneben bleibt auf unserer Mongolei Rundreise genügend Zeit für sich selbst, auch um die Stille und die Einsamkeit fernab jeglichen Trubels unter tiefblauem Himmel zu genießen.

1. Tag: Abflug ab Deutschland.

Abflug mit Miat (Mongolian Airlines) von Frankfurt nach Ulan Bator.

2. Tag: Ulan Bator – Terelj.

Ankunft in Ulan Bator, der Hauptstadt der Mongolei, am frühen Morgen. Anschließend reisen wir gleich weiter in den Nationalpark Terelj, dort erwarten uns die ersten Eindrücke der Unendlichkeit der Mongolei. Unser Jurtencamp liegt inmitten einer bezaubernden Landschaft zwischen endlos scheinendem Grasland und den Ausläufern einer pittoresken Felsenwelt (Fahrtzeit ca. 1,5 Stunden). (2 Übern. in Jurten).

3. Tag: Wanderung bei Terelj.

Eine erste Wanderung führt uns zunächst zu einem kleinen buddhistischen Tempel, den wir besuchen. Wir durchstreifen die Berglandschaft, Birkenwälder und wandeln über Edelweiss und farbenfrohe Blumenwiesen. Schließlich suchen wir uns einen Ruheort mit fantastischem Ausblick, bevor wir wieder ins Jurtencamp zurückkehren (Gehzeit ca. 4-5 Stunden).

4. Tag: Terelj – Khogno Khan.

Fahrt zurück an Ulan Bator vorbei, das wir erst am Ende der Reise besuchen werden, in eine relativ unbekannte Bergregion inmitten einer unendlich scheinenden Steppenlandschaft nach Karakorum. In der Gegend von Khogno Khan schlagen wir unsere Zelte für 2 Nächte in freier Natur auf. Diese Region wird selten von Touristen besucht und birgt eine überwältigende unberührte Landschaft sowie einige Stellen, an denen wir noch relativ unbekannte Felszeichnungen entdecken können. (2 Übern. im Zelt).

5. Tag: Wanderung in der Gegend von Khogno Khan.

Heute erkunden wir diese selten bereiste Gegend hauptsächlich zu Fuß und fühlen uns wie "Pioniere" beim Wandern, können Gipfel erklimmen, die uns mit einem sensationellen Panoramarundblick über die ewige Weite belohnen. Wir genießen die Stille und die unendlichen Aussichten. Gehzeit 3 – 5 Std., je nach Umständen.

6. Tag: Khogno Khan – Karakorum.

Es zieht uns heute weiter nach Karakorum, in die ehemalige Hauptstadt des großen Dschingis Khan. Von hier aus wurden die meisten großen Feldzüge unternommen, die im 13. Jahrhundert die Mongolen zu Pferd sogar bis Polen führten. Wir schlendern durch die Kleinstadt, widmen uns jedoch hauptsächlich dem Besuch des berühmten Klosters von Erdene Zuu, dem ältesten Kloster der heutigen Mongolei, bevor wir noch einen Blick auf die Ausgrabungsstätten des alten Karakorum werfen. Eine wunderbare Aussicht erhalten wir von einem nahe gelegenen Hügel. Von hier können wir das Kloster in seinem gesamten Ausmaß und die Stadt von oben betrachten (1 Übern. in Jurten).

7. Tag: Karakorum – Kloster Ongin Hiid.

Wir setzen unsere "Expedition" fort und ziehen nach Süden durch die Ausläufer des Altai in eine fantastische Szenerie nahe des Klosters von Ongin Hiid, das nach seiner Zerstörung durch die Kommunisten heute langsam wiederaufgebaut und belebt wird. (2 Übernachtungen in Jurten)

8. Tag: Naturcamp beim Kloster von Ongin.

Wir bleiben 2 Nächte in der abwechslungsreichen Berg- und Hügelwelt dieser Gegend und haben damit einen ganzen Tag Zeit. Sowohl für Erkundungen der Klosterruinen und wieder neu aufgebauten Tempelanlagen als auch einer Wanderung über eine endlos scheinende Steppenhügellandschaft der Umgebung.

Aber auch zum Erholen und Genießen der umgebenden Idylle von einem der vielen Hügeln aus. Außerdem, vielleicht ergeben sich interessante Begegnungen mit Einheimischen? Wir hätten jedenfalls Zeit dazu. (Gehzeit zwischen 3 und 5 Stunden)

9. Tag: Kloster Ongin Hiid – Bayan Zhag.

Unser Ziel heute heißt Bayan Zhag, und so klingt auch der Mythos der Saurier-Friedhöfe, die der Welt die reichhaltigsten Funde aus dieser Zeit bescheren. Auf einem ausgedehnten Spaziergang in diesem Canyon in den Senken nahe einer Felsenkette machen wir uns auf die Suche nach Überresten der zahlreichen fast direkt an der Oberfläche liegenden Versteinerungen bzw. Knochenresten (wir staunen mit den Augen und dem Herzen, nicht aber "mit den Taschen"). Wir fühlen uns wie Paläontologen, überlassen diesen dann aber im Falle von Funden die "weitere Bearbeitung".
Schließlich gelangen wir zum berühmten "Saxaulwald", einer besonderen Vegetationsform Zentralasiens, die nicht nur für die Freunde der Botanik interessant ist. (1 Übern. im Zelt in freier Natur).

10. Tag: Wüste Gobi.

Zu den Sanddünen von Khongoriin Els ist es eine halbe Tagesfahrt, dort erschließt sich die Unendlichkeit der Wüste Gobi. Von unserem Camp aus hat man einen wunderbaren Blick auf die Sandmeere, die von Westen aus dem Altai hierher geweht werden (2 Übern. in Jurten).
Auf Wunsch kann unterwegs eine 2,5 stündige wunderschöne Wanderung im Ausläufer des Altais unternommen werden. (ca 250 Höhenmeter)

11. Tag: Wüste Gobi.

Ein Tagesausflug mit ausgiebiger Dünenwanderung (Gehzeit ca. 3-5 Stunden) führt uns mitten hinein in die "kälteste Wüste der Welt", wobei wir in dieser Jahreszeit eher angenehm warmes Wetter haben werden. Unterwegs werden wir auch die Gelegenheit haben, einmal auf den mongolischen Kamelen oder vielmehr Trampeltieren zu reiten (fakultativ).

12. Tag: Wüste Gobi/Altai Gebirge.

Wir fahren vorbei am ausgedehnten Gebirgsmassiv des Altai nach Osten. Dort wo die äußersten Ausläufer des Altai-Gebirges die Sandmeere der mongolischen Gobi umschließen, liegt die Landschaft um Yolyn-Am mit der berühmten Bartgeier-Schlucht. (2 Übern. in Jurten).

13. Tag: Wanderung in der Bartgeier-Schlucht.

Unsere heutige Wanderung (Gehzeit ca. 4-5 Stunden) führt uns mitten hinein in diese Schlucht, in der bis Hochsommer das Gletschereis noch immer nicht vollständig geschmolzen ist. Dabei misst das Thermometer in den meisten Monaten Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, bisweilen sogar bis minus 30 °C. In der schattigen Schlucht hält sich das Eis besonders lang. Wir erwärmen uns jedoch lieber bei sonnigem, wohlig warmem Wetter und genießen den Anblick von Murmeltieren, eventuell mongolischer Gemsen und höchstwahrscheinlich auch den Bartgeiern selbst. Danach lädt das kleine Naturkundemuseum des Nationalparks zu einem Besuch ein.

14. Tag: Yolyn-Am – Baga Gazarinn Chuluu.

Eine lange, aber spannende Wüstenfahrt auf teilweise kaum erkennbaren Pisten inmitten der mongolischen Weite bringt uns nach Norden ins Gebiet um Baga Gazarinn Chuluu, einer pittoresken Halbwüsten-Berglandschaft, wo wir unser Zeltcamp in einem Seitental errichten (2 Übern. in Zelten).

15. Tag: Wanderung bei Baga Gazarinn Chuluu.

Tageserkundung mit kleineren Wandereinheiten (3 Stunden) in Baga Gazariin Chuluu, wo wir uns u.a. auf die Suche nach Felszeichnungen begeben, bizarre Felsformationen besteigen, aber auch hier und dort innehalten, um unsere Blicke ins Unendliche schweifen zu lassen. Einen Teil des Tages können wir einfach beim Müßiggang verbringen, vielleicht auch einmal alleine jeder für sich, um die Einsamkeit dieser abgelegenen Region der Erde zu erspüren.

16. Tag: Baga Gazarinn Chuluu – Ulan Bator.

Unsere letzte anstrengende, aber abenteuerlich reizvolle Fahrtetappe führt uns schließlich in die Hauptstadt Ulan Bator. Dort lassen wir uns faszinieren von der skurrilen Atmosphäre des postkommunistischen Flairs eines Landes auf dem Weg zur Moderne.
Am Abend bietet sich vielleicht die Möglichkeit eine traditionellen Tanzveranstaltung zu besuchen (fakultativ) (2 Übern. im Hotel).

17. Tag: Ulan Bator.

Wir begeben uns auf eine ausgiebige Stadterkundung und haben die Gelegenheit, das lohnenswerte Nationalmuseum und natürlich das Gandan-Kloster zu besuchen. Es bietet sich ebenfalls noch reichlich Zeit für einen Stadtbummel auf eigene Faust, um noch die letzten Einkäufe zu tätigen oder einfach die Menschen in dieser Stadt zu beobachten. Freie Zeit bleibt uns ebenso, um in der einen oder anderen Kneipe das nach deutschem Rezept gebraute Khan-Bräu-Bier zu genießen.

18. Tag: Rückflug nach Deutschland.

Heute heißt es, Abschied zu nehmen von diesem Land, das wir bis dahin sicherlich regelrecht liebgewonnen haben werden. Früh am Morgen die kurze Fahrt zum Flughafen und dann fliegen wir von Ulan Bator wieder zurück nach Frankfurt.

Allgemeine Hinweise

Unterbringung:
Unsere Übernachtungen finden sowohl in sog. Jurten (mongolisch "Ger"), d.h. traditionelle mongolische Rundhütten mit Filzbespannung als auch in Zelten und zweimal in einem passablen Mittelklassehotel in Ulan Bator statt. In den Jurten stehen Betten mit Überzug bereit. Die Jurtencamps verfügen über gemeinschaftliche sanitäre Anlagen. Für die Zeltübernachtungen gilt Obiges (Schlafsack, Isomatte). Die Zeltübernachtungen finden in der freien Natur statt, somit sind an diesen Tagen keine sanitären Einrichtungen vorhanden, jedoch macht diese Naturerfahrung eventuelle Entbehrungen wieder mehr als wett.

Verpflegung:
Auf der Reise haben wir fast durchgehend Vollpension. Die einzige Ausnahme ist während des Aufenthalts in Ulan Bator. Unterwegs wechseln Restaurantbesuche während der Etappen mit Abendessen und Frühstück aus der eigenen Campingküche ab. Die Zubereitung der Mahlzeiten übernimmt ein mongolischer Begleiter, der uns mit einfachen aber schmackhaften mongolischen Gerichten verwöhnt.

Wanderungen:
Die Wanderungen auf dieser Reise sind selbst nicht sonderlich anstrengend, jedoch verlaufen diese meist in unwegsamem, unebenem Gelände mit teils Anstiegen bis 300 Höhenmetern. Die reinen Gehzeiten der Wanderungen belaufen sich auf zwischen 2 und maximal 5 Stunden (zuzüglich Pausen).

Unsere Fahrzeuge:
Für diese Reise, die uns ca. 2000 Kilometer durch die Mongolei führt, benutzen wir vorzugsweise geländegängige russische oder japanische Minibusse, die mit jeweils zwischen 4-8 Personen pro Fahrzeug belegt werden. Die Fahrtzeiten sind unterschiedlich in der Länge. Sie reichen von 1,5 Stunden (Ulan Bator - Terelj) bis hin zu zwei Etappen mit 10 bzw. 12 Stunden (Tag 7 bzw. Tag 14). Diese beiden Etappen sind jedoch durch die besondere Landschaft durchaus kurzweilig.

Mitzubringen:
Mitzubringen für die 5 Zeltübernachtungen ist ein eigener Schlafsack mit Komfortbereich bis -7 °C (evtl. nachts Temperaturen bis zum Gefrierpunkt), eine Isoliermatte und gut eingelaufene, knöchelhohe Wanderstiefel

Die 2-Personen-Kuppeldachzelte, Küchenausrüstung, Geschirr und Besteck wird von uns gestellt. Sie bringen nur die von Ihnen benötigten privaten Dinge mit. Eine ausführliche Packliste und weitere Informationen zur Reise erhalten Sie bei Buchung mit den Reiseunterlagen.
  • Linienflug ab/an Frankfurt - Ulan Bator
  • 16 Nächte wie beschrieben, davon 2 im Doppelzimmer mit Du/ WC im Hotel, 9 x in 2- bis 3-Personen-Jurten, 5 x in 2-Personen-Zelten in freier Natur
  • Vollpension (außer an 2 Tagen in Ulan Bator nur Frühstück)
  • Rundreiseprogramm wie beschrieben in geländegängigen Minibussen
  • Nationalparkgebühren
  • Qualifizierte deutschsprachige, mongolische Reiseleitung

Nicht enthalten: Trinkgelder

Hinweis: Seit 2014 ist für Deutsche, Österreicher und Schweizer kein Visum mehr nötig. Ein bis 6 Monate nach Rückkehr gültiger Reisepass genügt.

Dem Himmel nah sein – Mongolei – Bericht aus den Steppen und Wüsten

Wer sich selbst ein Stück weit fühlen möchte, berauscht von der Magie der Weite in einer Landschaft, fernab von Hektik und Stress, mit einem Blick der in die Unendlichkeit reicht, bestimmt von Wind und Licht, allen Farben und Perspektiven. Diese Begegnung mit sich selber erfahren wir im Gehen. Im Gehen durch Wüsten und Steppen wie durch diese in der Mongolei.

 In der Weite finden wir Kraft.

So quälend der Flug auch für mich war landete ich nun schließlich in Ulan Bator, der Hauptstadt der Mongolei. Gemessen an unseren heimischen Verhältnissen sehe ich kaum einen Unterschied. Natürlich ist es irgendwie anders, allerdings erkenne ich den westlichen Ansatz wieder. Städte haben mich allerdings noch nie gereizt.Wenn man ein Land kennenlernen möchte, bzw. Sich in eine neue Welt begeben möchte, dann reicht es nicht einfach nur eine Stippvisite in einer Großstadt abzuhalten. Es bedarf viel mehr. Hinaus mit einem Transporter geht es in den Terelj Nationalpark. Hinein in die endlose Graslandschaft dieses fruchtbaren Landes mit den Ausläufern der massiven Felsenwelt. Der Mensch erlebt einen Wechsel seiner Ansichten, wenn er sich hinausbegibt in die Weite. Sobald ich die Stadt verlassen habe erleben meine Synapsen ein Feuerwerk von dieser neuen, unbekannten aber reizvollen Umgebung. Mein Schlafplatz ist einem typischen Jurtencamp (Steppenzelt).

Hier bin ich nun.

Es gibt keine Wolkenkratzer, keine Geschäfte, nicht mal Strom oder fließendes Wasser. Es gibt nur den Geruch nach Gras und die ewige Stille, die in der Abendsonne liegt. Mir hat mal jemand gesagt, dass man in der Mongolei zur Menschheit oder zum "Mensch sein" zurückfindet. Wir alle stammen von Nomaden ab, erfinden uns und unser Wesen im Gehen. In der Mongolei finden wir diese Werte wieder und werden selber zu Nomaden. Kaum einer weiss heute noch wie wertvoll das Wissen über unsere Herkunft ist. Viele sind geblendet von Dingen, die angepriesen werden wichtig für uns zu sein aber am Ende nur den Staub der Zeit fangen. Deswegen ist diese Reise so einmalig. Hier bin ich, ich. Es ist Nacht und die Stille ist ein wenig beängstigend. Es gibt keine Geräusche. Der Wind zieht manchmal an unserer Jurte entlang, sonst höre ich nichts. Ich falle in tiefen Schlaf, komme zu mir als die Sonne bereits scheint. Meine mongolische Reiseleitung ist bereits dabei Frühstück zu machen. Ich möchte mongolisch leben, wie ein Nomade, also esse ich dementsprechend auch. Man lebt hier von den Erzeugnissen der Tiere die man besitzt. Für die Nomaden sind ihre Herden der ganze Stolz, ihr Reichtum, ihr Wohlstand. Darum basiert die Kost vorwiegend auf Milch und Fleisch und vor allem Fett. Die Zubereitungen sind dabei einfach. Manche mögen denken, dass es ein hartes Leben ist und das ist es auch. Im Winter herrschen hier Temperaturen von -30°. Kein Wunder warum diese Menschen teilweise so schweigsam sind. Es bedarf jedoch nicht zu sprechen. Wir alle staunen sowieso nur mit jedem Schritt den wir gehen.

 Die Tage verschwimmen ineinander. Mit jedem Tag fühle ich mich losgelöster von meinem geregelten Leben zuhause und mehr im Einklang mit meiner Umgebung. Wir sitzen zusammen, lernen von den Einheimischen, wissen unser Glück zu schätzen. Eine Woche bin ich nun schon hier im Land der endlosen Weite. Ich beginne mich auf ein genügsames Leben einzustellen, wie die Nomaden. Ich spreche nicht viel, höre in die Stille der sternklaren Nächte und stelle mich Wind und Wetter wie es eben kommt. Meine Mitreisenden haben auch keine Wahl aber ich denke, sie empfinden das Gleiche wie ich. Wenn das Wetter gut ist wandern wir die meiste Zeit. Durch felsige Pfade zieht sich unser Weg, wir bestaunen fast unbekannte Felszeichnungen, beobachten das Leben der anderen Nomaden, wenn wir denn welche treffen. Diese Menschen lächeln die Einfachheit des Lebens mir entgegen. Sie leben und ziehen mit den Tieren. Von der Geburt bis zum Tod. Man erzählte mir das sie früher oft vegetarisch lebten. Wie sollte das möglich sein, wenn doch alles Land für ihre Tiere herhalten muss? Heute essen sie viel Fleisch und Fett. Das Fleisch ist dabei für sie etwas Verwandeltes. Aus Gras, welches die Tiere fressen, gemacht aus Luft und Wasser. In diesen Erkenntnissen erkenne ich Antworten zur Frage wo wir überhaupt herkommen. Wir sind alle eine Einheit in diesem Kosmos.

Auf in die Wüste.

Die Mongolei ist das Land mit den meisten Pferdebesitzern in der Welt. Ein Mongole fühlt sich ohne Pferd nicht als Mensch. Noch weniger fühlt er sich menschlich ohne seine Kamele. Diese klugen und praktischen Tiere helfen den Nomaden durch die Wüsten und Gebirge. Wir begeben uns auf eine Dünenwanderung und spüren den Platz, den es hier im Überfluss gibt. Es fühlt sich orientierungslos an und ich lasse mich bewusst in dieser Weite verlieren und will nicht gefunden werden. Jeder Schritt verschwindet sofort, wir hinterlassen keine Spuren. Hier in der Unendlichkeit der Wüste wird mir die Kurzweiligkeit unseres Lebens bewusst. Wüsten formen und fördern unsere Spiritualität, lassen uns weise werden. In der Wüste zu laufen erscheint wie das Verschwinden unserer selbst. Wir lösen uns auf und wollen auch gar nicht zurückkehren. In der Bartgeierschlucht halten wir Ausschau nach Murmeltieren und Gämsen. Bartgeier sind keine zu sehen. Vielleicht will ich auch gar nichts weiter als einfach an diesem Ort zu verweilen. Zurück im Camp sitzen wir wieder zusammen und tauschen unsere Erfahrungen aus. Wir alle teilen viele Erlebnisse aber keines reicht an die Mongolei heran. Während wir so zusammensitzen erkennen wir alle, dass die Welt vielleicht mal so ausgesehen haben muss, bevor der Mensch alles übernommen und erobert hat. Vielleicht ist die Mongolei ein Land in welchem man sein Leben mit Einfachheit befüllen kann. Heute Nacht schlafen wir alle tief und seelenruhig in unseren Jurten.

Fast vor dem Ende der Reise erleben wir alle nochmal eine Besonderheit. "Das Land der kleinen Steine", heisst Baga Gazarinn Chuluu. Nach einer langen Wüstenfahrt die an Spannung nicht sparte kamen wir in diesem Gebiet an und schlugen unser Lager auf. In kleinen Wandereinheiten erkundeten wir diese völlig abgelegene Region, treffen niemanden. Dschinges Khan soll hier angeblich gewesen sein, hatte ein Lager direkt wo unseres steht. Die Sonne wird schon bald verschwinden, der Tag dem Ende sich neigen, die Kälte zurückkriechen, wir aber mit warmen Herzen die letzten Stunden unserer Reise ausklingen lassen. Bald geht es zurück nach Hause.

Ich glaube wenn mich jemand fragt, was an der Mongolei das schönste Erlebnis gewesen sei, würde ich sagen: "Die Stille und die Weite." So etwas muss jeder Mensch in seinem Leben einmal erlebt haben.

 

                          

                    
                    

 

                                          

                               

                         

Datum von Datum bis Dauer Bemerkung Preis pro Person Teilnehmerzahl
07.07.2016 24.07.2016 18 Tage 3.090,00 EUR 6-10
04.08.2016 21.08.2016 18 Tage 3.090,00 EUR 6-10
06.07.2017 23.07.2017 18 Tage 3.090,00 EUR 6-10
27.07.2017 13.08.2017 18 Tage 3.090,00 EUR 6-10
17.08.2017 03.09.2017 18 Tage 3.090,00 EUR 6-10

Einzelzimmer-/ -zeltzuschlag: 190,- €

Impressionen

  • Zelten in der Mongolei
  • Zu Gast in einer Jurte, Mongolei-Erlebnisreise
  • Greifvogel beim Kloster
  • Mönche im Gandan-Kloster
  • Nomadenfamilie in der Mongolei

Teilnehmerstimmen

Pause bei den Nomaden, Mongolei-Reise
Zeltcamp in Baga Gazariin Chuluu
Buddhistische Mönche in der Mongolei
Trampeltiere in der Wüste Gobi
Stimmungsvoller Sonnenuntergang, Mongolei Erlebnisreise
Wir beraten Sie gerne! 0711-75 86 777 0511 - 35 39 32 56