Grönland - Perle der Arktis

15 Tage Wanderreise (mit Zeltunterkünften)

Grönland – welche Bilder laufen da vor unserem geistigen Auge ab, wenn wir den Klang dieses Wortes vernehmen? Eisberge, Fjorde, jagende Inuit, Kälte, Schnee? Um es einmal auf den Punkt zu bringen: all unsere bisherige Vorstellung wurde bei unserer ersten Reise dorthin insofern korrigiert, als dass eigentlich alles viel größer, weiter, klarer, wärmer und freundlicher, einfach fantastischer war, als wir es für möglich gehalten haben. Grönland ist für uns die „Krönung“ der arktischen Reiseziele!

Wir erkunden die größte Insel der Welt in einer übersichtlichen Region, im Osten um Ammassalik/Tasiilaq zu Fuß und per Boot, denn Straßen gibt es nicht. Wir wohnen bei dieser Reise ausschließlich in robusten Zelten, was sich vielleicht erst einmal ungewöhnlich anhört. Im Juli und August eignet sich das milde Klima durchaus gut zum Zelten. Die ersten drei Tage verbringen wir im Hauptort Tasiilaq. Von hier aus und von unseren weiteren Zeltcamps in Kuummiut und in der Region des Knut-Rasmussen-Gletschers erschließen wir auf wunderbaren Wanderungen Täler und Fjorde, Berge und Küsten. Und dies mit viel Zeit und Muße für das Erleben und Genießen der unendlichen Natur und der atemberaubenden Ausblicke, für Begegnungen in den Siedlungen der Inuit-Jäger und für erhabene Momente der Stille und des Staunens.

Höhepunkte

Inhalte

  • Wandern und Zelten in grandioser Natur
  • Spektakuläre Eisberg-Szenerien
  • Per Boot entlang der Mega-Gletscher
  • Begegnungen mit Inuit-Jägern
  • Selten besuchte Wanderregionen
  • Das "Rote Haus" von Robert Peroni
  • 2 Tage Island: Reykjavik und mehr

Merkmale

  • Wanderungen bis 6 Std. Gehzeit / 800 Höhenmeter
  • Schöne Fotomotive
  • Schwerpunkt Natur
  • Begegnungsreise
  • Inklusive internationalem Flug
  • Schiffsüberfahrt
  • Übernachtungen im Zelt
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Gletscher in Grönland Gletscher in Grönland Reiseroute Grönland Reiseroute Grönland "Perle der Arktis"

Grönland - Wandern & Zelten

Diese außergewöhnliche Reise: Grönland – Perle der Arktis wurde von GEO Saison mit der Auszeichnung: Goldenen Palme 2014 ausgezeichnet.

Wenn Sie Norwegen mögen, Island kennen und davon begeistert sind, oder Schottland oder Kanada als reizvoll bezeichnen, dann werden Sie in Grönland die Vollendung von alldem erleben, was Sie bisher im Norden gesehen haben. Besonders Ostgrönland bedeutet grandiose Landschaften unglaublichen Ausmaßes, Natur ohne Grenzen, ewiges Eis in Form von Gletschern und Eisbergen, urige Lebensformen der Inuit, verblüffende Pflanzenwelt, tiefblaue Fjorde, bunte Dörfchen an steinigen Küsten und vor allem eine unbeschreibliche Klarheit der Luft und einer damit verbundenen unglaublich weiten Sicht und interessanten Lichtverhältnissen.

Unsere Wanderungen sind auf das intensive Erleben eines Landes ausgerichtet. Entsprechend geht es uns mehr um das Genießen der Natur und das Wahrnehmen der Landschaft als um sportliche Leistungen. Wir machen genügend Pausen, damit Zeit zum Innehalten und auch Fotografieren bleibt. Trotzdem sollten Sie speziell für diese Reise eine durchschnittliche Grundkondition und etwas Wandererfahrung mitbringen. Die Wanderungen selbst haben teils einfachen, teils mittelschweren Anspruch, jedoch verlaufen diese meist in unwegsamem, unebenem Gelände mit teils Höhenanstiegen bis 600 Höhenmeter, u.U. auch bei schlechtem Wetter. Unsere ReiseleiterInnen sind geschulte WanderführerInnen und stets darauf bedacht, allen TeilnehmerInnen im Vorfeld der Touren genügend Informationen zu geben, so dass auch ggf. Alternativen gefunden werden können. Die reinen Gehzeiten der Wanderungen belaufen sich auf zwischen 2 und maximal 6 Stunden (zuzüglich Pausen).

1. Tag: Abflug ab Deutschland nach Island

Abendflug ab Frankfurt (oder anderen Abflughäfen) nach Keflavik / Island, Busfahrt nach Reykjavik, dort legen wir eine Zwischenübernachtung ein. Übernachtung im Zeltcamp

2. Tag: Flug nach Grönland - Fahrt nach Tasiilaq auf der Insel Ammassalik

Weiterflug von Reykjavik nach Kulusuk in Ostgrönland. Dort werden wir mit Booten abgeholt. Die Fahrt führt vorbei am Gletscher Apusiajik zur Insel Ammassalik nach Tasiilaq (Bootsfahrt etwa 1-2 Std., je nach Eislage). Nach der Ankunft in unserem ersten Zeltcamp am Ufer des Kong-Oscar-Fjords, erkunden wir den Ort zu Fuß. Abends haben wir im „Roten Haus“ vielleicht sogar die Möglichkeit zum Lauschen von spannenden Geschichten über das Leben in Grönland aus „erster Hand“. Übernachtung im Zeltcamp.

3. Tag: Orientierungswanderung auf der Halbinsel um Tasiliaq

Unsere erste Einführungswanderung führt uns über Hügelgelände (max. 300m Höhenunterschied) zum Polarstrom, dem mächtigsten Eisstrom der Erde (Gehzeit insg. ca. 3 Stunden). Wir lassen uns beeindrucken von dieser majestätischen Kulisse und freuen uns auf die kommenden Tage voller tief greifender Naturerlebnisse. Auf dem Rückweg besteht die Möglichkeit zu einem kurzen Bad in einem kleinen See. Übernachtung im Zeltcamp.

4. Tag: Wanderung auf den Hausberg von Tasiilaq

Unsere heutige Wanderung wird eine Bergtour zum „Hausberg“ von Tasiilaq sein (Aufstieg etwa 3 Std / 700m, Abstieg ca. 2 ½ Std.). Die Aussicht und das Panorama lässt uns leicht die Anstrengung vergessen, so beflügelnd ist die Landschaft. Übernachtung im Zeltcamp.

5. Tag: Bootsfahrt durch die Fjorde nach Kuummiut

Wir verlassen unseren ersten Standort und begeben uns auf unser Naturabenteuer. Eine Bootsfahrt führt uns durch den Fjord von Ammassalik nach Kuummiut (Fahrtzeit etwa 1 - 1,5 Std.). Im Dorf wohnen hauptsächlich Jäger und Fischer! Wir schlagen unsere Zelte etwa 30 Gehminuten vom Dorf in einer wunderbaren Bucht auf. Eine einzigartige Bergkulisse umgibt uns, vielleicht sehen wir in der Bucht Wale. 3 Übernachtungen im Zeltcamp bei Kuummiut.

6. Tag: Wanderung zum Tuno-Fjord

Eine Wanderung führt uns am Dorf vorbei und den “Hausfjord” Tortsukatak entlang bis zur Spitze des Tuno-Fjords. Von hier bietet sich uns ein einzigartiger Blick auf Gletschermoränen, die türkisblaue See und grandiose Bergketten. Unterwegs bestaunen wir einen Wasserfall, der in prächtigen Kaskaden das Gletscherwasser zum Meer bringt. Wir suchen unseren Weg durch ein Flussdelta und genießen die abwechslungsreiche Landschaft (ca. 300 Höhenmeter jeweils auf und ab, reine Gehzeit insg. ca. 3 - 4 Std.).

7. Tag: Tag zur freien Verfügung in Kuummiut

Bummeln Sie auf eigene Faust durch den unserem Camp nahegelegen Ort Kuummiut, begegnen Sie den Menschen in Ihrer Welt, oder schließen Sie sich den Entdeckungsrundgängen unseres Reiseleiters an, der Ihnen einiges zum Leben in solchen weit weg von der großen weiten Welt liegenden Orten erklären wird. Wir beabsichtigen, das öffentliche "Waschhaus" für die eigenen Bedürfnisse zu besuchen, dort können wir aber auch Einblicke in den inuitischen Alltag gewinnen. Malerische Fotomotive im Dorf gibt es reichlich, genießen Sie den Tag ohne jeglichen Pro-grammdruck.

8. Tag: Fahrt zum Rasmussen-Camp

Wir lassen uns Zeit für Genuss und Muße. Vielleicht können wir noch eine kleine Wanderung unternehmen, während sich unser Blick im Meer der Eisberge verliert. Anschließend Lagerabbau und Bootsfahrt zum Rasmussen-Camp, welches in der Nähe des Knud-Rasmussen-Gletschers in einer wildromantischen Szenerie liegt (3 Übernachtungen im Zelt im Rasmussen-Camp).

9. Tag: Wanderung zum Knud Rasmussen Gletscher

Die erste Wanderung führt uns zum Knud-Rasmussen-Gletscher. Entlang des Fjordes erreichen wir die Ausläufer der Seitenmoränen und steigen auf ein kleines Felsplateau mit traumhafter Aussicht. Eine herrliche, erhebende Begegnung mit der farbenprächtigen, 3 bis 4 Kilometer breiten Eisfront, an der – wenn wir Glück haben – gerade die Eisberge geboren werden, wenn der Gletscher „kalbt“ (Gehzeit 3 – 3,5 Std.). Übernachtung im Zelt im Rasmussen-Camp.

10. Tag: Wanderung in grönländischer Bergwelt

Je nach Wetter, Lust und Laune der Gruppe ist alles möglich. Und immer der großartige, unvergleichliche Blick hinüber auf den Eisstrom des Rasmussen-Gletschers, gesäumt von vielen kühnen grönländischen „Matterhörnern“. Wir genießen die reine Natur rings um uns herum, und dies bei stets gleichermaßen beeindruckender Kulisse. Wir lassen uns viel Zeit zum Schauen und Genießen und passen uns an den Rhythmus der Natur an. Wir befinden uns hier wirklich fernab jeglicher Zivilisation. Es geht entlang des Fjordes nach Süden, teils über Hügel, teils durch kleine Wasserläufe an den Füßen kleinerer Gletscherzungen (Gehzeit ca. 4 Std., insg. ca. 200 Höhenmeter). Übernachtung im Zelt im Rasmussen-Camp.

11. Tag: Bootsfahrt entlang der Gletscherfront nach Tasiilaq

Nach dem Campabbau holt uns unser Boot ab und wir gleiten an der Rasmussen-Gletscherfront entlang nach Westen und passieren anschließend den Karale-Gletscher, um dann wieder in den Ikateq-Fjord einzubiegen. Hier besichtigen wir noch die Reste der ehemals geheimen US Basis Blue East, um spät am Abend in Tasiilaq an unserem letzten Zeltstandort, wieder dem „Basecamp“ in der Nähe des Roten Hauses einzutreffen. Übernachtung im Basecamp.

12. Tag: Ruhetag am Roten Haus oder Wanderung ins Blumental

Heute haben wir uns einen Ruhetag verdient, er steht zur freien Verfügung. Vielleicht nehmen wir einfach am Alltag der Grönländer um das Rote Haus teil oder beobachten in Ruhe das Leben im Dorf. Auch kann jeder einmal seiner eigenen Wege gehen. Wir haben alle Freiheiten... Wer mag, kann sich dem Reiseleiter auf eine Wanderung durchs Blumental anschließen (fakultativ). Diese Wanderung schließt ein atemberaubendes Landschaftserlebnis ein. Eine herrliche Rundsicht erhalten wir über die von Gletschern überprägte Arktislandschaft aus Bergen, Seen, Flüssen und natürlich auch Eisbergen im Meer. Gemächliches Wandern in grandioser Ebene mit gelegentlichen Auf- und Absteigen, insg. ca. 300 Höhenmeter, fakultativ).

13. Tag: Bootsfahrt zurück nach Kulusuk und Abflug nach Island

Mit den Booten geht es heute nach Kulusuk zum Flughafen. Die Zeit ist gekommen, es wird ein schwerer Abschied von der größten Insel der Welt. Flug nach Reykjavik in Island, dort lassen wir die Reise ausklingen. Übernachtung im Zelt in Reykjavik.

14. Tag: Island

Aus Sicherheitsgründen, falls es wetterbedingte Verzögerungen beim Flug von Grönland nach Island geben sollte, haben wir diesen Puffertag eingebaut. Wenn wir diesen nicht benötigen (wovon wir ausgehen), haben wir noch die Gelegenheit, einige der beeindruckendsten Plätze Islands kennenzulernen: Natürlich zuallererst die reizvolle und kulturell interessante Hauptstadt Reykjavik selbst. Wer möchte, kann die geschichtsträchtige Allmänner-Schlucht und den legendären Geysir besuchen (fakultativ). Übernachtung im Zelt in Reykjavik.

15. Tag: Rückflug nach Deutschland

Busfahrt nach Keflavik und Rückflug nach Deutschland und Abschied von den Reisegefährten.

Ein offenes Wort - Wichtige Hinweise zu dieser Reise

Es handelt sich bei dieser Reise um eine Outdoor-Reise in teilweise sehr abgelegene Regionen, in denen es keinerlei Infrastruktur gibt, sondern nur die reine Natur. Bitte seien Sie sich dessen bewusst, bevor Sie sich zu dieser Reise entscheiden. Es gibt in den Camp-Standorten bei Kuummiut und am Rasmussen-Gletscher weder sanitäre Anlagen noch Stromversorgung, wir befinden uns in reiner Wildnis. In unserem Standort Tasiilaq gibt es lediglich Dixie-Toiletten und einen großen Wassertank für Trinkwasser und für die kleine Körperwäsche. In Tasiilaq gibt es ein „Waschhaus“, das dreimal in der Woche geöffnet hat und in dem man gegen Gebühr duschen kann. In Reykjavik sind am Camp natürlich alle sanitären Anlagen vorhanden. Entsprechend dem Charakter dieser Reise sollten Sie sich bewusst sein, dass das Gelingen vom Teamgeist der Gruppe, gegenseitiger Toleranz und Offenheit gegenüber der einheimischen Natur und auch Kultur abhängt. Wir sind dabei auf Ihre Kooperation z.B. bei der Mithilfe beim Zubereiten der Mahlzeiten, beim Abwasch und beim Wasserholen, beim Tragen der Gruppenausrüstung vom Boot zum Zeltplatz und zurück, beim Zeltauf- und Abbau etc. angewiesen. Dies fördert nicht zuletzt sogar den Teamgeist in der Gruppe und schafft bei allseitigem Engagement ein Reiseerlebnis der besonderen Klasse mit wundervollen Erinnerungen, die noch lange nachklingen werden. Grönland ist wie geschaffen für ein Naturerlebnis und Abenteuer der Extra-Klasse, und wir werden versuchen, Ihnen dies mit unserer unverwechselbaren Reiseart und unserer Liebe zu Grönland zu vermitteln.

Änderungen vorbehalten: Bitte beachten Sie, dass bei dieser Abenteuerreise der Programmverlauf je nach Wetterlage und sonstigen Einflüssen (z.B. Unpassierbarkeit der Wege), variabel sein muss. Ebenso behalten wir uns ausdrücklich Änderungen der Übernachtungsorte vor, da in Grönland die Natur die Regeln aufstellt und es nie auszuschließen ist, dass z.B. Eisberge die Durchfahrt mancher Fjorde beeinträchtigen können. In solchen seltenen Fällen bieten sich aber immer adäquate Alternativen, denn Ostgrönland ist so reichhaltig an faszinierenden Landschaften und Regionen, dass uns bei einer gewissen Flexibilität nichts an den unglaublichen Eindrücken entgehen wird, denn wer diesen Umständen offen gegenübersteht, wird durch das gewaltige Naturerlebnis reichlich belohnt. Manchmal bietet es sich auch an, die Reiseroute geringfügig anzupassen, wenn sich irgendwo spannende Naturphänomene abzeichnen. Diese Änderungen geschehen jedoch immer im Interesse der Gruppe und des Reiseerlebnisses. Wir halten uns natürlich nach bestem Wissen und Gewissen an die Ausschreibung, sodass Sie sich grundsätzlich an dem vorgenommenen Routenplan orientieren können.

Aufgrund der relativ unberechenbaren Wetterlage in Grönland kann in Ausnahmefällen der Bootstransfer vom Flughafen Kulusuk nach Tasiilaq durch einen Helikopterflug ersetzt werden, der dann nicht Teil der Leistungen darstellt. Hierfür liegen die Kosten bei etwa € 60,- pro Person und Richtung, die von den Teilnehmern vor Ort bezahlt werden. Aus denselben Gründen müssen wir darauf hinweisen, dass es bei den Flügen von Island nach Grönland und zurück in seltenen Ausnahmefällen zu wetterbedingten Verzögerungen kommen kann. In diesem Fall müssen alle Grönland-Reisenden, und damit auch die Teilnehmer unserer Gruppen, für eventuelle Kosten, die wegen eines verzögerten Rückflugs von Grönland nach Island entstehen (Unterkunft, Verpflegung, Flugumbuchung) vor Ort aufkommen, die ausdrücklich nicht von uns übernommen werden können. Diese Fälle kommen sehr selten vor, jedoch sehen wir es als unsere Pflicht an, Sie über diesen Umstand im Vorfeld Ihrer Buchung zu informieren.
  • Linienflug von Frankfurt nach Keflavik und zurück (andere Abflughäfen* auf Anfrage, ggf. Aufpreis)
  • Linienflug von Reykjavik nach Kulusuk und zurück
  • Rundreiseprogramm wie beschrieben
  • 3 Übernachtungen im Zelt in Island
  • Bootstransfers wie beschrieben
  • 11 Übernachtungen wie beschrieben in 2-Personen-Zelten in Grönland (teils auf Campingplätzen
  • mit einfacher Ausstattung, teils in freier Natur)
  • Camping-Vollverpflegung in Grönland (gemeinsame Essenszubereitung), Frühstück in Island
  • Bereitstellung Camping-Kochausrüstung und –Zelt
  • Qualifizierte T&P–Reiseleitung und Wanderführung


*Bitte beachten Sie, dass es sich bei den Flügen zurück in andere deutsche Städte (außer Frankfurt), bzw. in die Schweiz und nach Österreich immer um Nachtflüge mit Ankunft am Montagvormittag handelt.

Grönland -  Die Perle der Arktis - Ein Reisebericht


Wenn ich auf einem weissen Blatt Papier beginne zu schreiben, denke ich grundsätzlich an Grönland. So wie das Weiss der Eisberge die für immer in meiner Erinnerung still und einsam in den Fjorden hoch oben im Norden treiben.

Grönland war in meinem Leben immer etwas Unerreichbares. Etwas, was ich nur von Bildern kenne. Niemals hätte ich geglaubt diese Reise zu unternehmen. Diese Reise wird alles in den Schatten stellen, was ich bisher erlebt habe.Zuerst nach Reykjavik (Island) geht es los. Nur für eine Nacht schlafen wir auf dem städtischen Campingplatz bevor der Wecker in aller Früh klingelt. Auf gehts mit unserem Gepäck zum zentralen Flughafen. Bald ist alles eingecheckt, alle sind bereit für das größte Abenteuer unseres Lebens. Das kleine Flugzeug (eine Fokker50) schraubt sich durch die Wolken und bald ist nichts mehr unter uns zu sehen, als die Wolken und der endlose Atlantik. Grönland liegt nur 300km von Island entfernt, somit kann niemand im Flugzeug schlafen. Keiner möchte den ersten Eindruck missen, keiner will das Ende der Welt verpassen. Nach nichtmal zwei Stunden ist es soweit. Das Flugzeug beginnt den Sinkflug und nun sind alle Augen draußen.

Der erste Eindruck Grönland von Oben zu sehen ist unvergesslich. Langsam kommen die riesigen Berge näher, langsam gerinnt der Ozean zu endlosem Weiss. Nebel schlängelt sich entlang der Berghänge und unsere Maschine setzt hart auf der kleinen Sandpiste auf. Wir sind nun in Grönland, in Kulusuk, dort wo alles Land endet. Ein kurzer Gang zum Ufer und bald liegen unsere Rucksäcke in den kleinen Motorbooten der lächelnden Inuit, welche uns nach Tasiilaq fahren wollen. Die Fahrt beginnt. Vom ersten Moment an raubt Grönland unseren Atem. Auf dem Boot wird es eisig. Der Wind zieht in jede Ritze. Jetzt tauchen auch schon die ersten Eisberge auf. Hier erfüllt sich unser aller Kindheitstraum. Rauschend und berauscht von diesen Eindrücken landen wir in Tasiilaq, dem Hauptort der Ostküste. Unser Zeltlager liegt direkt am Fjord. Nachdem wir alles aufgebaut haben ruhen wir uns ein wenig aus, lernen uns gegenseitig kennen. Darauf beginnt ein kleiner Rundgang durch das Dorf selbst. Wenn man aus unserer geregelten Welt in die der Inuit eintaucht kann der ein oder andere schon große Augen machen. Natürlich befinden wir uns hier in einem Land der Extreme. Gesellschaftlich wie auch in Bezug auf die Natur um uns herum.

Am Abend sitzen wir gemeinsam im Camp und sprechen über die Reise. Wir sind uns sicher das die nächsten Tage voller tief greifender Naturerlebnisse sein werden. Nach einer ersten unruhigen Nacht brechen wir nach dem Frühstück auf zu einer lokalen Wanderung. Ich denke wir alle müssen uns erst an das Klima und die Umstellung gewöhnen, jetzt sehr weit weg von Zuhause zu sein. Auch die nächsten Tage werden wir mit Wandern verbringen. Ob zum Polarstrom, durch das Tal der Blumen oder auf den Hausberg um Tasiilaq aus der Ferne zu betrachten liefert uns die Arktis Eindrücke, die wir nur schwer verarbeiten können. Wieder im Dorf kaufen wir etwas ein und besuchen Robert Peroni in seinem Roten Haus. Einmal einen echten Abenteurer kennenlernen war schon immer ein Traum von mir. Wir lauschen gespannt bei einem Espresso seinen Erzählungen. Auch der Abenteurer Mike Horn soll sich in Grönland aufhalten. Er ist laut Robert nur gerade beim Fischen. Still wandern wir wieder zurück in unser Camp. Verwirrt von unseren ersten Tagen. Bestürzt von dem gesellschaftlichen Verfall der Inuit und deren Kultur. Es bedarf keiner Schönpinselei. Doch gleichzeitig zieht es uns hinaus aus Tasiilaq in die Wildnis. Das ist der Grund warum wir hier sind. Die Ausrüstung gepackt, unsere Zelte abgebaut geht es am nächsten Morgen hinaus aus dem Fjord. Willkommen im größten Skulpturenmuseum der Welt! Funkelnd wie Millionen von Diamanten ragen Eisblöcke empor, erheben sich die Festungen aus Eis vor uns. Schlösser von gigantischer Kulisse. Wir entdecken Kunstwerke wie kein Künstler sie schaffen kann, Gemälde wie kein Maler sie malen kann. Wir entdecken die Schönheit der Monotonie.

Das Wasser ist ruhig und unser Ziel ist bald erreicht. Am Rande des Dorfes Kummiut schlagen wir unser Lager auf. Jetzt sind wir wirklich angekommen. Unsere Zeit in Grönland kann wirklich beginnen! Berge umgeben uns. Ein kleiner Süßwasserlauf erlaubt uns Frischwasser zu schöpfen. Der Nebel wird nie verschwinden. So waren die ersten Eindrücke nachdem wir unser Lager aufgebaut haben. Zusammen wandern wir entlang des Fjords. Nur wenig Eis ist zu sehen. Wir konzentrieren uns auf die Miesmuscheln in den Buchten und sammeln diese für unser Abendmahl. In gut 30min sind wir im Dorf. Hier leben noch wahre Jäger. Robbenfleisch und Fisch hängen an den Giebeln, Eisbärenfelle hängen über dem Geländer, überall liegen Dinge herum. Die Häuser sind in einem schlechten Zustand. Die kurze Saison erlaubt es kaum Reperaturen vorzunehmen. Wir werden von jedem Bewohner freundlich begrüßt, jeder lächelt. Was haben die Menschen hier nur für eine unendliche Güte in ihren Herzen. Ihre Freundlichkeit ist unverfälscht rein und dabei stehen wir weißen Menschen tief in ihrer Schuld. Die Bergkulisse lässt alles erstarren was wir bisher in unserem Leben gesehen haben. Postkartenstimmung gibt es auf jedem Bild, welches man in Grönland schießt.

Die nächsten Tage verbringen wir mit Wanderungen um Kummiut herum. Sogar ein Wal lässt sich kurz in der Bucht blicken. Allerdings sind wir uns in der Reisegruppe einig das wir lieber einen Wal als einen Eisbären sehen möchten. Und wenn, dann bitte nur aus der Ferne. Wir sind zwar mit allem ausgerüstet: Gewehr, Munition, Leuchtraketen und Satellitentelefon aber trotzdem wäre ein Eisbär nur aus der Ferne lieb. Dafür begegnet uns ein kleiner Jäger recht häufig. Ein Polarfuchs schleicht regelmäßig um unser Camp herum und bedient sich an unserem Müll, den wir sorgfältig verpacken. Doch schützen wird uns dies nicht. Bereits in der folgenden Nacht wühl der Eindringling wieder unsere Kisten durch. Die Sauerei die der Polarfuchs verursacht beseitigen wir allerdings erst am nächsten Tag. Bevor wir all dies jedoch passiert sitzen wir mit unseren Muscheln am Fjord und bestaunen den Sonnenuntergang. Niemand spricht. Alle schauen bloß zu. Mehr ist auch nicht nötig

 Die Boote werden wieder beladen. Wir wollen weiter. Nordwärts.

Mit hoher Geschwindigkeit rasen wir durch die Fjorde. Die Inuit kennen ihr Land genau, deshalb vertrauen wir ihnen bei der gesamten Navigation. Irgendwo verspüren wir Abenteuergeist. Das ganze hat etwas von einer Expedition. Wir fahren zum Knud Rasmussen Gletscher. Dort angekommen schlagen wir unser Camp direkt am Rande des Gletschers auf. Die Aussicht ist überwältigend. Eine über 20m hohe Mauer aus Eis bereitet uns Herzklopfen. Hier werden wir die nächsten Tage verbringen. Wir sind nun fernab von jeglicher Zivilisation. Hier draußen gibt es keine Verbindung zur Aussenwelt, kein Handynetz, kein Geld ist nötig, niemand wird uns begegnen, nur wir selbst begegnen und finden uns.

Die Zeit vergeht und wir lassen die Seele baumeln.

Zum ersten Mal scheint mein Zuhause so weit weg. Ich fühle mich in der Welt zu Hause, doch hier ergeben sich Fragen, die ich mir vor der Reise nie gestellt hätte. Ich sitze stundenlang am Wasser und blicke zum Gletscher. Fast minütlich brechen die Giganten aus Eis und stürzen ins Wasser. Das die Gletscher verschwinden ist kein Geheimnis. Doch der Blick wird immer wieder übertroffen von diesem unglaublichen Panorama in dem ich mich hier befinde. Inzwischen schlafe ich so tief wie schon lange nicht mehr. Jeden Tag stehe ich ausgeruht auf. Egal wie Kalt die Nacht oder der Tag auch ist. Seit langer Zeit finde ich wieder Ruhe um meine Gedanken zu sortieren. Hier in Grönland denkt niemand daran Geschäfte zu machen. Niemand denkt an Reichtum, an Geld. All die Hektik, die rennende Zeit, die Straßenschluchten gefüllt von Autos, all dies ist so fern und nebensächlich. Wir konzentrieren uns nur auf das was jetzt gerade passiert. Wir pflegen nur unsere Grundbedürfnisse, kochen zusammen, wandern zusammen, fühlen Wärme, und schöpfen das Wasser direkt aus dem Flusslauf nebenan in welchem wir ebenso baden. Und plötzlich wird uns bewusst wie wenig wir eigentlich zum Leben brauchen. Hier in Grönland kommen wir zurück zu unserem eigentlichen Wesen. Zu uns Menschen. Die Sonne steht auch am nächsten Tag wieder am Himmel. Die Zeit der ewigen Stille in der Arktis wird bald vorbei sein. Nochmal wandern wir entlang des Fjords bestaunen Gletscher, hüpfen über Geröll, lassen uns mit den dicken Eisbrocken am Ufer fotografieren. Wir lieben diese Reise, dieses Land und behalten jeden Schritt in Erinnerung. Die Boote stehen wieder bereit, die Inuit winken uns lächelnd entgegen. Zeit für den Abschied. Mit langen Gesichtern steigen wir ins Boot in Richtung Tasiilaq. Wir wollen dort noch einiges unternehmen aber nach dieser Zeit in der Natur ist selbst ein kleines Inuitdorf zu viel für uns. Wir fühlen uns ein Stück weit entfremdet von menschlichen Begegnungen. Auf dem Weg nach Tasiilaq halten wir an einer verlassenen Militärstation der Amerikaner. Die Endzeitstimmung gefällt mir, auch wenn mit dieser Station einst der Untergang der Inuitkultur weiter gefördert wurde. Trotzdem sind diese Bilder unvergesslich.

Die Fjorde gehen auseinander und die See wird unruhig. Wind kommt auf und unser Boot beginnt zu schaukeln. Und dann, plötzlich, taucht ein riesiger Buckelwal neben uns auf. So nah habe ich Wale nie gesehen. Der Wal bleibt bei uns, dreht sich auf den Rücken und taucht mit seiner weissen Bauchseite unter uns her. Wir schreien vor Glück. "Wo ist er? Wo ist er hin?", ruft einer der Mitreisenden. "DA!" ruft ein Anderer. Der Wal taucht wieder neben uns auf und bläst uns seine Fontäne direkt ins Gesicht. Ich zähle dies zu den wertvollsten Momenten in meinem Leben. Als er sich dann mit seiner Fluke verabschiedet winken wir, jubeln und liegen uns in den Armen.

Ein Hoch auf Grönland!

Die letzten Tage sind wir wieder in Tasiilaq. Wir wandern am Nordufer, lassen es uns gut gehen und kaufen für unsere letzten Kronen Souvenirs. Doch der Tag kommt an dem wir Abschied nehmen.
Wir fahren zurück nach Kulusuk. Winken Robert Peroni, den Dorfbewohnern und Grönland. Bald sitzen wir wieder in der Maschine nach Reykjavik. Zurück dorthin, wo es alles gibt. In die moderne Welt. Ob wir darin klarkommen werden? Bestimmt. Aber wir werden verändert zurückkehren. Da besteht kein Zweifel.

 

In Grönland selbst haben wir nichts zurückgelassen. Wir haben unser Herz verloren, ja. Aber zurück ließen wir nur unsere Fussspuren im Schnee und diese trägt der Wind wieder davon.

 

                          

                       

                       

                             

 

          

          
   

          
      


        

                    
                
   

 

                 
                        

                 
             

                         

Länder- und Reiseinfo: Grönland

Liebe T&P-Gäste,

mit diesen Informationen möchten wir Ihnen die Gelegenheit geben, sich im Vorfeld in aller Ruhe auf Ihre T&P-Winterreise nach Grönland vorzubereiten und sich dabei ein wenig in Urlaubsstimmung zu versetzen. Sie enthalten grundsätzliche Informationen über das Reiseziel Ostgrönland. Detaillierte Informationen zur Reise selbst mit allen Angaben zu Flugzeiten, Teilnehmern, Wissenswertem zum konkreten Ablauf sowie Ihre Reiseunterlagen (Flugticket, etc.) erhalten Sie ca. 10 Tage vor Abreise.

Allgemeine Informationen zu Ostgrönland

Grönland - die größte Insel der Welt ist faszinierend: seine Landschaften, seine Bewohner, deren Geschichte, Kultur und Gesellschaft.

Grönland - "grünes Land". Mit dieser Bezeichnung wollte der Wikinger Erik der Rote, nach heutiger Erkenntnis der erste Europäer, der die Insel entdeckte, seine Landsleute davon überzeugen, hier Siedlungen zu gründen. In der Landessprache heißt Grönland Kallallit Nunaat, "Land der Menschen". Die Einheimischen nennen sich im Westen Inuit, im Osten Ivi, was beides "Menschen" bedeutet. Die bei uns noch oft benutzte Bezeichnung "Eskimo" bedeutet "Rohfleischfresser" (früher gab es kein Feuer zum Kochen); es wird als Schimpfwort empfunden und hier nicht mehr verwendet.

Grönland ist mit über zwei Millionen Quadratkilometern die größte Insel der Erde und gleichzeitig eines der am dünnsten besiedelten Länder. Obwohl die Bevölkerung auf die gleichen Wurzeln zurückgeht, ist Grönland heute landschaftlich, kulturell, sozial, wirtschaftlich und sprachlich gesehen drei Länder.

Der Westen und Süden:

Mit mildem Klima, flachem Gelände und wenigen Bergen; mit der Stadt Illulisaat an der für ihre riesigen Tafeleisberge bekannten Diskobucht; mit relativ hohem Lebensstandard und vor allem auf Fischfang und Tourismus basierender Wirtschaft.

Der Norden:

Flaches, ständig mit Schnee und Eis bedecktes Gelände; mit der Stadt Chaanaq und der US-Basis Thule; mit auf Jagd basierender Lebensweise und Kultur.

Der Osten:

Der ursprünglichste Teil mit wilden, zerklüfteten Fjordlandschaften; mit einer auf Jagd basierender Lebensweise und Kultur.

Der Osten ist etwas ganz Besonderes:

- Die Eisberge hier sind viel "artenreicher" als anderswo: da die Gletscher sehr unterschiedlich sind - flach und steil -, sind auch die Formen und Farben der aus ihnen hervorgehenden Eisberge sehr unterschiedlich: Schlösser, Türme, die verschiedensten Tiere - Sie können Ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Auch die Farbpalette ist einmalig: je nach Dichte des Eises und wie viel Luft eingeschlossen ist blau, violett, weiß, grün, silbern, gold, durchsichtig, und es gibt durch mitgeführte Erde und Geröll braune bis schwarze Einschlüsse.

- Ein weiteres Charakteristikum des Ostens sind seine Berge - zerklüftet, steil direkt aus dem Meer ragend, aus schwarzem und rotem Granit.

- Und: entlang der Ostküste fließt der längste und größte Eisstrom der Welt, der das gesamte Eis des Polarbeckens, auch aus Sibirien und Alaska, mit sich führt.
 

Geografie

Der größte Teil Grönlands liegt im Bereich des nördlichen Polarkreises, und wenn man Landkarten betrachtet, scheint die Insel vollständig von Eis bedeckt zu sein. Dies ist nur zum Teil richtig: 80 %, das Landesinnere, sind tatsächlich das ganze Jahr über vom so genannten Inlandeis bedeckt; ein Küstenstreifen allerdings, mancherorts nur wenige hundert Meter, anderswo bis zu 250 km breit, ist im Sommer schnee- und eisfrei. Das Inlandeis ist eine bis zu 3.500 Meter dicke Eisschicht, die mit ihrem Gewicht so auf das unter ihr begrabene Urgestein drückt, dass dieses teilweise wahrscheinlich 250 Meter unter dem Meeresspiegel liegt. Die Masse dieses Eispanzers bleibt immer nahezu gleich: Was über Gletscher ins Meer geschoben wird, an der Kante abbricht und die Eisberge bildet (im Fachjargon heißt es, die Gletscher "kalben"), wird durch Niederschläge ausgeglichen. Auf dem Küstenstreifen wächst in der schnee- und eisfreien Zeit eine reiche arktische Flora, leuchtend bunte Blumen, Wollgras, Moose, Flechten in vielen Farben und Formen, Pilze und Beeren. Es gibt Schmetterlinge und Vögel; Schneeammern, Steinschmätzer, Seeschwalben, Kolkraben und der Weiße Seeadler brüten hier, und mit viel Glück können Sie einen Polarfuchs sehen.

Das Meer an der Ostküste Grönlands ist im Winter zugefroren; für Schiffe ist es nur drei Monate (Juli bis September) befahrbar. Dies verhinderte lange Zeit, dass Ostgrönland kolonisiert und von europäischer Kultur beeinflusst wurde. Ost-grönland ist nur sehr dünn besiedelt: auf 10.000 Kilometer Küstenlänge leben nur 3.500 Menschen, davon 1.600 in Tasiilaq, dem wirtschaftlichen Zentrum Ostgrönlands. Die Ostgrönländer folgen zum Teil noch ihrer traditionellen Lebensweise, vor allem in den Dörfern außerhalb Tasiilaqs. Von ihrer Jahrhunderte langen Abgeschiedenheit profitiert der heutige Besucher: Er trifft auf eine völlig andere Welt, kann sich von der fremdartigen Kultur faszinieren lassen.

In Ostgrönland scheint fast immer die Sonne: Die sich über Neufundland und entlang des Golfstroms bildenden und ostwärts ziehenden Tiefdruckgebiete werden von den vom grönländischen Inlandeis kommenden Winden, den so genannten katabatischen Winden, abgelenkt und nach Island geleitet.

Während Island nur rund 50 Schönwettertage pro Jahr hat, sind es in Westgrönland immerhin 200 - in Ostgrönland aber 300! Entsprechend mild sind auch die Temperaturen:

 

 

Jan. Feb. März April Mai Juni   Juli   Aug.  Sept.  Okt.  Nov.

 Dez.

Mittlere Temp.

  -8   -8    -8    -1    0   +3   +5   +6    +2    0   -3   -4
Maximal-
temperatur
 +4  -0,5     0   +1,5  +4,5   +11   +9,5  +10,5    +9  +8   +8   +3

 

Geschichte Ostgrönlands

Die Besiedelung der Ostküste Grönlands begann wahrscheinlich circa 2000 v. Chr. durch die Vorfahren der heutigen Ostgrönländer. Der Eisstrom verhinderte Jahrhunderte lang, dass sich Europäer für diesen Küstenstrich Grönlands interessierten. Erst 1884/85 gelang es dem Dänen Gustav Holm bis in die Gegend von Tasiilaq vorzudringen. Der Erfolg dieser Expedition beruhte auf den von Holm eingesetzten Booten: traditionellen, grönländischen, von Frauen geruderten Booten, "umiak" genannt. Nach diesen Booten wurde auch seine Expedition benannt, "Frauenboot-" oder "Umiak-Expedition".

Während des Zweiten Weltkrieges baute die US-amerikanische Armee eine Kette von Flugstützpunkten über ganz Grönland auf. Während des Kalten Krieges wurden Frühwarnstützpunkte eingerichtet. Nach Ende des Kalten Krieges wurden sie weitgehend demontiert, und die Landebahn auf Kulusuk wurde für die zivile Luftfahrt freigegeben; sie ist heute der Flughafen der Ostküste.

Das wirtschaftliche Zentrum Ostgrönlands ist die 1.600 Einwohner zählende Stadt Tasiilaq, eine moderne, pulsierende Kleinstadt, wo sich Hundeschlitten und Autos die Strassen teilen. Es gibt verschiedene Geschäfte, Post, Museum, Philatelie, Hafen, Heliport, Krankenhaus, Kindergarten, Schule und Berufsschule. Tasiilaq ist der ursprüngliche ostgrönländische Name und bedeutet "am stillen Wasser". Nach der Kolonialisierung wurde der Ort umbenannt in westgrönländisch Ammassalik, zusammengesetzt aus "Ammasetten", eine hier häufig vorkommende Fischart (Polarlodde), und "lik" = Stadt. Heute wird die Stadt wieder Tasiilaq genannt; in den meisten Atlanten findet man aber immer noch den Namen Ammassalik, und die Region heißt weiterhin Ammassalik-Distrikt.

Das Leben in den Dörfern außerhalb Tasiilaqs entlang der Ostküste ist noch sehr viel traditioneller und sehr viel härter als in der Stadt. Wie überall auf der Welt ziehen einige Dorfbewohner, vor allem junge Menschen, in die Stadt - wegen des höheren Lebensstandards und um Arbeit zu finden. Dennoch sind die Dörfer (Isortoq, Kulusuk, Kuummiut, Sermiligaaq und Tiniteqilaaq) mit ihren insgesamt rund 2.000 Einwohnern ein wichtiger Bestandteil Ostgrönlands. Ein Besuch lohnt sich: hier finden Reisende noch das ursprüngliche Ostgrönland, und hier kann ihnen richtig bewusst werden, mit wie wenig die Menschen hier auskommen.
 

Politik und Wirtschaft

Geografisch gehört Grönland zum amerikanischen Kontinent, politisch zu Dänemark. Bis 1953 war es dänische Kolonie; seither wurden seine Rechte ausgedehnt, und seit 1979 besitzt Grönland eine Selbstverwaltung, die sich auf die Sektoren Bildung, Soziales und Kultur bezieht. Außenpolitische Entscheidungen werden vom dänischen Parlament getroffen, in dem Grönland mit zwei Abgeordneten vertreten ist; innenpolitische Sicherheit und Verteidigung sind ebenfalls dänische Ressorts.

"Wirtschaft" - das findet in Grönland hauptsächlich im Süden und Westen statt. Haupteinnahmequelle ist die Fischerei. Die klimatischen Verhältnisse lassen nur im Süden Landwirtschaft (Schafzucht) zu. Obwohl Bodenschätze (Uran, Kohle, Kryolit, Zink, Blei, Gold und Erdöl) in bedeutendem Umfang nachgewiesen sind, wurde ihr Abbau bisher nicht forciert, da die Nebenkosten für Abbau und Transport sehr hoch sind.

Der Tourismus ist ein immer wichtiger werdender Wirtschaftszweig; 90 Prozent des grönländischen Tourismus spielen sich jedoch im Westen ab, zum Teil staatlich gefördert.

Grönland ist einer der wenigen Landstriche, in denen kein Ort mit einem anderen über eine Straße verbunden ist. Die wichtigsten Verkehrs- und Transportmittel sind im Sommer das Boot, im Winter Hundeschlitten. Eine weitere, allerdings sehr teure Alternative ist der Helikopter.

Gesellschaft, Kultur und Sprache

Die geografischen und klimatischen Verhältnisse verhinderten lange Zeit, dass Ostgrönland kolonisiert wurde und seine Bewohner von europäischer Kultur beeinflusst wurden. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs lebten die Ostgrönländer nach ihrer traditionellen Kultur. Viele tun dies heute noch, vor allem in den kleinen Dörfern außerhalb der Stadt Tasiilaq.

Eigentum in unserem Sinne kannten die Ostgrönländer nicht. So wurde z.B. die für den Winter ins Erdreich gegrabene und mit Stein und Grassoden gebaute Hütte, das so genannte Erdhaus, nach dem Winter zurückgelassen und konnte im nächsten Winter von jeder anderen Familie bezogen werden. Während des Sommers wohnten die Ostgrönländer halbnomadisch in Zelten aus Seehundfellen, die sie dort errichteten, wo es für die Jagd günstig war. Die Familie ist auch heute noch der Mittelpunkt des Lebens - erzwungen durch die vielen Monate der Kälte und Dunkelheit rückt man eng zusammen.

Auch die Ernährungsgrundlage ist immer noch traditionell, in erster Linie Robbe. Gesellschaftliche Anerkennung hat, wer ein guter Jäger ist. Der felsige Boden lässt eine reiche arktische Flora gedeihen, Landwirtschaft ist allerdings nicht möglich.

Die Konfrontation mit der völlig anderen Gesellschaft Westeuropas und deren völlig anderen Werten muss innerhalb weniger Jahrzehnte bewältigt werden. Auf den ersten Blick scheint dies, zumindest in der Stadt Tasiilaq, auch erfolgt zu sein: Die Kleidung ist westlich, der Supermarkt ist gut bestückt, und von den meisten Menschen, denen man in den Straßen begegnet, bekommt man ein strahlendes Lächeln.

Aber die Auseinandersetzung mit der westeuropäischen Kultur verläuft nicht ohne Probleme. Äußerlich angepasst bleiben die Wertvorstellungen der Ostgrönländer traditionell, ebenso ihr Verhalten, ihr Umgang miteinander, ihre Kunst, die Schnitzereien aus Rentiergeweih, Walross- und Narwalzähnen, die Glasperlenarbeiten und ihre Musik. Ein Leben nach der traditionellen Art und Weise bringt auch heute noch gesellschaftliche Anerkennung. Trotz aller Schwierigkeiten - das Lächeln ist echt: Die Ostgrönländer sind freundliche Menschen; Fremde sind willkommen. Und sie sind ein ausgesprochen friedfertiges Volk: in ihrer Geschichte gibt es keinen einzigen Krieg, Gewalt gegen Ausländer ist unbekannt.

Die Abgeschiedenheit Ostgrönlands vom restlichen Grönland äußert sich auch in der Sprache: Ostgrönländisch ist eine eigene Sprache, die sich von Westgrönländisch unterscheidet und nur hier von den rund 3.500 Menschen gesprochen wird. Ostgrönländisch ist eine rein gesprochene Sprache (asyntaktisch-polysyllabisch); eine allgemein anerkannte "Rechtschreibung" gibt es bis heute nicht.
Durch die folgende kurze Liste möchten wir Ihnen einen ganz kleinen Einblick geben; diese wenigen Worte können Ihnen bei Ihrem Besuch helfen, einen ersten Zugang zu Ihren Gastgebern zu bekommen (bitte beachten Sie: die Schreibweise gibt ausschließlich die Aussprache wieder!)

deutsch      grönländisch       deutsch     grönländisch      
Guten Tag/Morgen/Abend    gudáaa       Ich komme ausDeutschland      týsklandi mingáani
Auf Wiedersehen báay    Es schmeckt gut mammaráa
Danke       guiéna    Schön       perchkeráa
Bitte (sehr) iddiddáa       Hund       chimmée
Ja       iií       Schlitten       chattuudí
Nein       erchké       Robbe       puidá
o.k. aingidáa       Eisbär       nanée
Sprechen Sie Englisch? duddudúu passiví?       Schnee       apúu
Ich verstehe nicht paasingáai       Eisberg       illiiliáa
Wie heißen Sie? kane aderapí Meer       imáa
Ich heisse aderapúa       Boot       umiatsiáa
Ich komme aus Dänemark  dánmarki mingáani Kajak       tsakkée

   
Weiterführende Literatur

Wenn Sie sich detaillierter über Grönland im Allgemeinen und Ostgrönland im Besonderen informieren möchten, können wir Ihnen folgende Bücher empfehlen:

Sabine Barth: Grönland. DuMont Reise-Taschenbücher, 2014, ISBN:9783770173983

Graeme Cornwallis, Deanna Swaney: Iceland, Greenland and the Faroe Islands. Lonely Planet, 2001 (in englischer Sprache)

Rolf Bökemeier, Ivars Silis: Leben im Hohen Norden - Grönland. Mondo Verlag, 1980 (im Antiquariat oder auf Amazon erhältlich)

Nordmeer- Island, Spitzbergen, Grönland. Geo Special Nr. 4, 1996.

Robert Peroni: Der weiße Horizont. Hoffmann und Campe, 1984 (im Antiquariat erhältlich)

Robert Peroni: Die magische Grenze. Hoffmann und Campe, 1992 (im Antiquariat erhältlich)

P. Freuchen: Der Eskimo. Berlin, 1928 (im Antiquariat erhältlich)

 
Die besten Reisezeiten

Urlaub in Ostgrönland - das kann alles sein: beschauliches "Nichtstun"; die Stille und herrliche Ausblicke genießen; lesen, spazieren gehen; Begegnungen mit den Einheimischen und ihrer Kultur; Bootsfahrten zwischen Eisbergen und Walen; anspruchsvollstes Sommer- und Wintertrekking, Klettertouren, Expeditionen auf das Inlandeis und in die Berge Ostgrönlands.

- Weihnachten und Neujahr sind hier die ruhigsten Tage - der westliche Festtags- und Einkaufstrubel ist weit weg. "Zum Ausgleich" bekommen Sie hier: einen endlosen Himmel über Schneefeldern und zugefrorenem Meer, intensive Farben, die ganze Farbpalette des Lichts, einen unglaublichen Sternenhimmel, sich ständig verändernde Nordlichter in allen Formen - ein unfassbares Schauspiel. Abends spielt man mit den grönländischen Nachbarn Karten, und wir feiern gemeinsam Weihnachten und Silvester - Silvester sogar zweimal, denn aufgrund der Zeitverschiebung lassen die Dänen um 20:00 Uhr (d.h. 24 h in Dänemark) die Raketen steigen und um 24:00 Uhr die Grönländer.

- Im Spätwinter und Frühling (März, April und Mai), wenn die Tage wieder länger werden (im März ist es bereits 14 Stunden hell), können Sie ausgedehntere Hundeschlitten-, Ski-, Schneeschuhtouren oder Wanderungen zu Fuß unternehmen. Im Mai zeigen sich die ersten Moose, Flechten und Blüten. Die mittlere Temperatur liegt bei 0° C, aber in der Mittagssonne steigen die Temperaturen leicht auf Plusgrade. Im März gibt es aber noch sehr kalte Tage mit Minusgraden. Bei klaren Nächten sind die magischen Lichter des Polarlichts häufig am Nachthimmel zu bewundern.

- Der Sommer in Ostgrönland (Juni, Juli und August) ist intensiv: In dieser Zeit erfährt das Land eine ungeheure Verwandlung: Die karge Landschaft erblüht in der Mitternachtssonne, und die Temperaturen können in der Sonne auf über 20°C ansteigen. Zeit für Wanderungen, für Trekking-, Boots- und Kajaktouren, für Walsafaris, und in den "tausend" Seen ist Badezeit!

- Im Herbst (September) ist die Landschaft geprägt von der bunten Vegetation, dem ersten Schnee auf den Bergen und den langen Schatten der bereits tief stehenden Sonne. Die Temperaturen können nachts schon den Gefrierpunkt erreichen; am Tage aber wird es noch angenehm warm.

 
Unsere An- und Abreise

Wir fliegen mit Icelandair ab Frankfurt nach Keflavik / Island bzw. mit Air Berlin von anderen Abflughäfen (auf Anfrage). Es sind alles Abendflüge mit Ankunft um Mitternacht. Die Rückflüge gehen nach Frankfurt am Nachmittag mit abendlicher Ankunft in Frankfurt bzw. bei Flügen mit Air Berlin in andere Städte haben wir Nachtflüge von Sonntag auf Montagmorgen.

Die Flugzeiten von Island nach Grönland und zurück geben wir Ihnen mit den letzten Reiseunterlagen bekannt.

Am Tag nach Ankunft in Island geht es weiter mit der isländischen Fluggesellschaft Air Iceland von Reykjavik nach Kulusuk. Hier werden wir mit einem Boot weiter nach Tasiilaq auf der Insel Ammassalik gebracht. Da es sich um offene Boote handelt, achten Sie bitte darauf, wasserfeste Kleidung sowie Mütze und Handschuhe griffbereit im Handgepäck zu haben. Sollte schlechtes Wetter sein (z.B. zu hoher Wellengang), müssen wir eventuell auf einen Helikopterflug (Kosten dann zusätzlich ca. 60,- Euro pro Person) ausweichen.

Kleidung

Wie empfehlen strapazierfähige und unempfindliche Funktions-/Outdoorkleidung. Für Ihre Regenkleidung eignen sich Materialien wie Gore-Tex, Sympatex oder ähnliche, diese sind atmungsaktiv und weitgehend wind- und wasserdicht. Da die gesamte Reise in einem Gebiet mit sehr häufigem Wetterwechsel stattfindet, empfehlen wir Systemkleidung nach dem Schichtprinzip. Die ideale „bei jedem Wetter geeignete“ Kleidung besteht aus:

- Unterwäsche, die Feuchtigkeit vom Körper absondert (Synthetik, keine Baumwolle)
- einer Mittelschicht aus Wollpullover oder Faserpelzpullover bzw –jacke
- einer Überbekleidung aus wasserdichtem, aber atmungsaktivem Material (z.B. Gore- oder Sympatex)


Devisen- und Zollbestimmungen

Grönland: EU-Bürger können in unbegrenzten Mengen Devisen und Landeswährung ein- und ausführen. Zollrechtlich ist Grönland jedoch ein Nicht-EU-Land. Die jeweils aktuellen Bestimmungen kann man bei der dänischen Botschaft erfragen oder bei den Flughäfen. Gegenstände des persönlichen Bedarfs dürfen eingeführt werden.
Einfuhrbeschränkungen: 200 Zigaretten, 1 Liter Spirituosen, 2 Liter Wein, 50 g Parfum, 1 kg Schokolade, 1 kg Tee oder Kaffee.

Island: Es bestehen keine Ein- bzw. Ausfuhrbeschränkungen für in- und ausländische Währungen nach Island. Zollfrei eingeführt werden dürfen 200 Zigaretten oder 250 g Tabak, 2,25 Liter Wein oder 1 Liter Spirituosen und wahlweise 1 Liter Wein oder 6 Liter Bier. Das Mindestalter für die Einfuhr von alkoholischen Getränken beträgt 20 Jahre, von Tabakprodukten 18 Jahre. Die Einfuhr von Lebensmitteln wird sehr restriktiv gehandhabt. Frischfleisch und Molkereiprodukte dürfen nicht eingeführt werden. Der isländische Zoll führt mitunter sehr strenge Kontrollen durch.

Einreisebestimmungen

Zur Einreise nach Island und Grönland benötigen Staatsbürger aus EU-Ländern, dem Schengen-Gebiet und der Schweiz offiziell einen gültigen Reisepass, da Grönland selbst nicht zur EU gehört. Es sind aber auch schon Reisende mit dem Personalausweis eingereist, dies empfehlen wir jedoch nicht, um nichts zu riskieren. Staatsbürger anderer Länder wenden sich bitte an die entsprechenden Botschaften zwecks Visa-Informationen. Die Reisedokumente müssen nach dem geplanten Abreisetag noch mindestens 3 Monate gültig sein.

 
Geld und Kreditkarten

Generell ist es schwierig, Aussagen über Ihr privates Budget für Ausgaben vor Ort zu tätigen. Sie haben die Reise inkl. Vollverpflegung auf Grönland und mit Frühstück auf Island gebucht. Dies bedeutet, dass die Mahlzeiten (außer Frühstück) auf Island sowie Getränke während der gesamten Reise nicht enthalten sind. Daher empfehlen wir, für weitere Ausgaben auf Ihrer Reise je nach sonstigen Konsumverhalten mit einem Betrag in Höhe von etwa 250 bis 300 Euro zu rechnen. Bitte denken Sie dabei zusätzlich an Kosten für eventuelle Souvenirs und auch Ihr Reiseleiter freut sich über ein Trinkgeld, dessen Höhe Sie jedoch natürlich selbst bestimmen, abhängig von Ihrer Zufriedenheit mit dessen Leistung.

Währungseinheit in Grönland ist die dänische Krone (DKK), aufgeteilt in 100 Öre. Wir empfehlen wir Ihnen grundsätzlich, genügend Bargeld mitzunehmen. Eventuelle fakultative Ausflüge können nur bar bezahlt werden, aber es gibt vor Ort in Tasiilaq/Ammassalik je einen EC -Automaten im Postgebäude
(Montag-Freitag 09-16:00 Uhr) und einen im Supermarkt an dem Sie Bargeld abheben können.  Allerdings raten wir Ihnen, sich auf die Funktionsfähigkeit dessen nicht zu verlassen, sondern notfalls auch Bargeld (dänische Kronen) bei sich zu haben! Wir empfehlen für`s erste, ca. 50,- Euro in Dänische Kronen bereits in Deutschland bzw. Österreich und der Schweiz zu tauschen, da Sie somit in Grönland gleich „flüssig“ sind und nicht auf die Öffnungszeiten der Wechselstube im Ort angewiesen sind.

Wechselkurs (Stand Januar 2016): 1 Euro = 7,46 DKK

Währungseinheit in Island ist die Isländische Krone (Króna, ISK), aufgeteilt in 100 Öre (Aurar). Aufgrund des günstigeren Wechselkurses lohnt es sich, Bargeld erst auf Island zu tauschen.


Wir empfehlen Ihnen, in Island direkt bei der Bank im Flughafen (noch vor der Zollkontrolle) umzutauschen. Dies ist auch bei Ankunft in der Nacht bis ca. 3:00 Uhr möglich. Banken haben montags bis freitags von 9:15 - 16:00 Uhr geöffnet (einige haben donnerstags auch von 17:00 - 18:00 Uhr geöffnet).
Die aktuelle Situation der Finanzmärkte, insbesondere in Island, erlaubt uns keine klare Auskunft über den zu Ihrem Reisetermin aktuellen Wechselkurs. Bitte informieren Sie sich hier über die Tagespresse oder im Internet unter http://waehrungen.onvista.de.


Mit der EC - oder Kreditkarte können Sie an den meisten Geldautomaten (z.B. auch am Flughafen) Geld abheben und z.B. in Restaurants und Geschäften Ihre Rechnung direkt zahlen.
Bei Verlust Schaden begrenzen und die Karte sperren lassen: EC-Karte: 0049 - (0)1805 - 021021
Sperr-Notruf (alle Karten) 0049-116116 oder 0049-30-4050405

Strom

Die elektrische Spannung in Island und Grönland beträgt wie bei uns 220V bei 50 Hz Wechselstrom. In die Steckdosen passen die in Mitteleuropa üblichen runden, zweipoligen Stecker. In Island haben Sie am Camp die Möglcihkeit, Ihre Akkus aufzuladen. In Grönland ist dies nur sehr eingeschränkt möglich (z.B. gegen Gebühr am „Roten Haus“), in den außenliegenden Standorten Kummiut und am Rasmussen-Gletscher gibt es keinen Strom, Sie müssen sich darauf einstellen, für 6 bis 7 Tage am Stück keine Auflademöglichkeit für Ihre Geräte zu haben, bitte denken Sie daher an ausreichend Ersatzakkus.

Telefon

Die Vorwahl nach Deutschland ist 00 49 + Vorwahl ohne erste 0 + Teilnehmernummer.

Grönland: In den Ortschaften kann vom Post- und Telegrafenamt ins Ausland telefoniert werden.
Island: Es gibt in Reykjavik Münztelefone und Kartentelefone. Telefonkarten sind bei Post- und Telefonämtern erhältlich. Auskünfte über Ihr Mobiltelefonnetz erfragen Sie bitte bei dem jeweiligen Mobilfunkanbieter.

 
Zeit

Grönland: Der Zeitunterschied zur mitteleuropäischen Zeit beträgt -4 Stunden.
Island: Es gilt die Greenwich Mean Time (GMT): Der Zeitunterschied beträgt im Winter MEZ -1 Std., während unserer Sommerzeit -2 Std.


Kontakt in Grönland

Unser erstes und letztes Zeltcamp in Grönland ist dem „Roten Haus“ angeschlossen. Die Kontaktadresse hierfür lautet:

Hotel „The Red House”, Herr Robert Peroni
Naparngumut B-1025, P.O. Box 81
DK – 3913 Tasiilaq / Ammassalik, East-Greenland
Für Notfälle: Tel.: 00299 981 650. Fax: 00299 981 024
E-Mail: tuning@greennet.gl

Die definitiven Informationen zur Reise wie Anreise, endgültigen Flugzeiten, Treffpunkt mit der Gruppe bzw. der Reiseleitung, Ihre Reiseunterlagen mit Flugticket, ggf. Bahnticket, Kontaktadressen etc. erhalten Sie ca. 10 – 14 Tage vor Abreise. Falls Sie noch weitere Fragen im Vorfeld haben, rufen Sie uns an! Wir sind werktags von 10-18 Uhr für Sie da: Telefon 0711 – 75 86 777.
 

Adressen

Deutsche Botschaft
Laufásvegur 31
101 Reykjavik/ Island
Tel.: 0 03 54 – 530 11 00
Fax: 0 03 54 – 530 11 01

Isländische Botschaft
Rauchstraße 1
D - 10787 Berlin
Tel.: 0 30 - 50 50 - 40 00
Fax: 0 30 - 50 50 - 43 00
icemb.berlin@utn.stjr.is
www.botschaft-island.de

Honorarkonsulat Deutschlands in Grönland
c/o Greenland Tours Elke Meissner
PO Box 160, DK - 3952 Ilulissat
Tel.: 0 02 99 - 94 44 22, Fax: 0 02 99 - 94 45 11, Mail: elke@greenlandtours.gl

Deutsche Botschaft in Dänemark
Stockholmsgade 57
DK-2100 Kopenhagen Ø
Tel.: 0 04 5 - 35 45 99 00
Fax: 0 04 5 - 35 26 71 05
E-Mail: tyskeamba@email.dk


Wichtige Information zu Ihrer Ausrüstungsliste:

Wir übernachten auf der ganzen Reise in Zelten, die von uns gestellt werden (2-Personen-Iglu-Doppeldachzelte). Aus diesem Grunde ist die Mitnahme eines warmen Schlafsacks sowie einer Isomatte / selbstaufblasende Matte unabdingbar. Neben warmer Funktionsbekleidung sollten Sie auf jeden Fall Regenjacke und –Hose wie auch knöchelhohe, nach Möglichkeit wasserdichte Wanderstiefel einpacken. Die folgende Checkliste soll Ihnen eine Gedankenstütze sein, erhebt aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit.


Wichtig: Bitte beachten Sie, dass wir aufgrund der Mitnahme von Gruppengepäck (Zelte) während des Flugs von Island nach Grönland und zurück das Gepäck unserer TeilnehmerInnen auf maximal 18 Kg beschränken müssen. Wir bitten Sie hierfür um Verständnis.

  • Gültiger Reisepass (+ Kopie). Offiziell genügt ein Personalausweis nicht, obwohl Grönland zu Dänemark gehört, daher empfehlen wir, mit Reisepass zu reisen, um die Einreise nicht zu gefährden.
  • Flugticket / E-Ticket (+ Kopie)
  • Bargeld, EC- oder Kreditkarte
  • Schlafsack (Schlafkomfort bis mindestens -7 Grad)
  • Isoliermatte oder Thermarest-Matte
  • Tagesrucksack/ Wasser-(Thermos)-flasche (für mind. 1 Liter)
  • Schutzsäcke oder (Müll)-beutel, um Gepäck wasser- und staubdicht zu verpacken
  • Gute Regenkleidung (Regenjacke und -hose)
  • Bequeme Hosen
  • Wanderschuhe (wasserfest, knöchelhoch und mit guter Profilsohle)
  • Zusätzlich ggf. Sport-/Trekkingsandalen und Turnschuhe
  • Warme Jacke und Pullover
  • Hemden, T-Shirts, warme Unterwäsche
  • Mütze und Handschuhe
  • Badekleidung (Badehose, Handtuch) für evtl. Schwimmbadbesuch in Island und kleine Seen in Grönland
  • Handtücher
  • Sonnenbrille, Sonnencreme, Sonnenschutz
  • Taschenmesser, evtl. Fernglas
  • Trinkbecher, Essbesteck, Teller, evtl. Isolier-Sitzkissen
  • Brotdose/Vorratsdose, verschließbar
  • Biologisch abbaubare Seife/Shampoo, Waschmittel (falls notwendig)
  • Persönliche Medikamente und Vitamin-/Mineralientabletten
  • evtl. Teleskopwanderstöcke
  • Fotoapparat und/oder Videokamera, Akku und ggf. Ersatzakku
  • Mückenmittel
  • Toilettenpapier
  • Tipp für „Frostbeulen“: Wärmflasche (heißes Wasser kann abends abgefüllt werden, man schläft traumhaft damit“ ;-)


Bitte verwenden Sie für Ihr Hauptgepäck keine Koffer und keine Trolleys mit Rollen, denn diese werden den Beanspruchungen einer Wanderreise in Grönland (unebene Böden, Tragen von den Booten zum Camp und zurück) kaum standhalten bzw. sind für die Reise nicht geeignet. Wir empfehlen daher entweder Tourenrucksäcke oder tragbare Reisetaschen oder Seesäcke, auch wenn Sie diese nur über kurze Strecken tragen müssen!

Bitte prüfen Sie auch, ob Ihre Wanderstiefel nicht seit Jahren „ungewandert“ im Regal stehen und unbenutzt waren, denn oft werden die Sohlen dadurch porös und fallen dann unter Belastung gerne einmal vom Schuh. Im Zweifel hilft sicher ein Beratungsgespräch im Fachhandel.
Übrigens: Da „Hochprozentiges“ auf Island und Grönland sehr teuer ist, möchten wir auf die Möglichkeit hinweisen, bei der Abreise in Deutschland im Duty-Free-Shop eine Flasche Rum oder Whisky zu kaufen. Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass z.B. Tee mit Rum an Schlechtwetterabenden von unseren TeilnehmerInnen sehr geschätzt wird.


Wichtige Hinweise zum Charakter unserer Winter-Grönland-Reise:

Es handelt sich bei dieser Reise um eine Outdoor-Reise in teilweise sehr abgelegene Regionen, in denen es keinerlei Infrastruktur gibt, sondern nur die reine Natur. Und in Grönland diktiert die Natur die Spielregeln, d.h., wir müssen immer damit rechnen, dass durch die hiesigen Umstände (Wetter, Eislage, Zeitverzögerungen, einheimische Mentalitäten etc.) die noch so sorgfältigste Planung nicht verhindern kann, dass etwas am Ende doch noch ganz anders kommt. Der Tourismus ist hier lediglich eine Randerscheinung, z.B. sind unsere Bootsführer „im wahren Leben“ Jäger und Fischer, und wenn sich eine Herde Robben in den Fjord verirrt, bedeutet dies, dass unsere Gruppen vielleicht einmal zwei Stunden warten müssen, bis sie abgeholt werden, weil die Jagd ganz einfach Vorrang hat, und nicht wir Touristen. Bitte seien Sie sich dessen bewusst! Wir üben uns in solchen Fällen in Geduld, genießen derweil die Ruhe und den Blick auf die sagenhafte Landschaft, denn wir verpassen deshalb nichts und wir können auch nicht im Dunkeln ankommen… es wird nicht dunkel in Grönland im Sommer.


Es gibt in den Camp-Standorten bei Kuummiut und am Rasmussen-Gletscher weder sanitäre Anlagen noch Stromversorgung, wir befinden uns in reiner Wildnis. Unser Trink- und Waschwasser beziehen wir in diesen Regionen aus den umliegenden, naturreinen Quellwassern. In unserem Standort Tasiilaq gibt es lediglich Dixie-Toiletten und einen großen Wassertank für Trinkwasser und für die kleine Körperwäsche. In Tasiilaq gibt es ein öffentliches „Waschhaus“, das dreimal in der Woche geöffnet hat und in dem man gegen Gebühr duschen kann. In Reykjavik sind am Camp natürlich alle sanitären Anlagen vorhanden.


Entsprechend dem Charakter dieser Reise sollten Sie sich bewusst sein, dass das Gelingen vom Teamgeist der Gruppe, gegenseitiger Toleranz und Offenheit gegenüber der einheimischen Natur und auch Kultur abhängt. Wir sind dabei auf Ihre Kooperation z.B. bei der Mithilfe beim Zubereiten der Mahlzeiten, beim Abwasch und beim Wasserholen, beim Tragen der Gruppenausrüstung vom Boot
zum Zeltplatz und zurück, beim Zeltauf- und Abbau etc. angewiesen. Dies kann nicht zuletzt sogar den Teamgeist in der Gruppe fördern und schafft bei allseitigem Engagement ein Reiseerlebnis der besonderen Klasse mit wundervollen Erinnerungen, die noch lange nachklingen werden.


Grönland ist wie geschaffen für ein Naturerlebnis und Abenteuer der Extra-Klasse, und wir werden versuchen, Ihnen dies mit unserer unverwechselbaren Reiseart und unserer Liebe zu Grönland zu vermitteln.

Wir wünschen Ihnen viel Vorfreude auf Ihre Reise nach Grönland!

Ihr Team von Travel & Personality

Stand: Januar 2016, alle Angaben ohne Gewähr

Datum von Datum bis Dauer Bemerkung Preis pro Person Teilnehmerzahl
10.07.2016 24.07.2016 15 Tage 3.195,00 EUR 6-12
17.07.2016 31.07.2016 15 Tage 3.195,00 EUR 6-12
24.07.2016 07.08.2016 15 Tage 3.195,00 EUR 6-12
31.07.2016 14.08.2016 15 Tage 3.195,00 EUR 6-12
07.08.2016 21.08.2016 15 Tage 3.195,00 EUR 6-12
14.08.2016 28.08.2016 15 Tage 3.195,00 EUR 6-12
09.07.2017 23.07.2017 15 Tage 3.195,00 EUR 6-12
16.07.2017 30.07.2017 15 Tage 3.195,00 EUR 6-12
30.07.2017 13.08.2017 15 Tage 3.195,00 EUR 6-12
06.08.2017 20.08.2017 15 Tage 3.195,00 EUR 6-12
13.08.2017 27.08.2017 15 Tage 3.195,00 EUR 6-12

Einzelzeltzuschlag: 120,- €

Impressionen

  • Beeindruckender Eisberg auf Grönlandreise
  • Wanderreise in Grönland
  • Stimmungsvolles Abendrot in Grönland
  • Blick aus dem Zelt
  • Erlebnisreise in Ostgrönland
  • Grönlands wunderschöne Natur
  • Fahrt mit dem Zodiac
  • Die Huskys der Inuit
  • Ein einzigartiger Moment!
  • Wanderpause in Grönland
  • In Tassilaq
  • Überwältigende Landschaft

Teilnehmerstimmen

Fischerboote in Ost-Grönland
Das Dorf Tassiliaq
Zelt- und Wanderreise in der Arktis
Erlebnisreisen in Grönland
Greenland sled dogs resting before hard working.
Wir beraten Sie gerne! 0711-75 86 777 0511 - 35 39 32 56